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Meinungen zur Trainingshilfe von Manfred Biehler - triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum
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Alt 18.10.2018, 17:22   #1
JustTri
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 16.10.2018
Beiträge: 2
Meinungen zur Trainingshilfe von Manfred Biehler

Hallo liebes Forum,

ich würde gerne mal ein paar Meinungen hören, zur Trainingshilfe von Manfred Biehler , einige werden sie sicher kennen http://www.triathlon-stu.de/fileadmi...asiswissen.pdf

Manfred Biehler ist Vereinstrainer der Saarländischen Triathlon-Union und hat folgende Empfehlung rausgegeben:

Zitat:
Mein Prinzip des festen Wochenplanes als Konstante, welche sich nur in den
Trainingsperioden des Jahres ändert, hat sich vielfach, selbst im
Hochleistungsbereich der Triathleten, bewährt.

- Die verfügbare Trainingszeit wird jede Woche voll genutzt. Lediglich die
Vorwettkampfwoche in der Wettkampfperiode wird bewusst reduziert.
Belastungszyklen mit 3 gesteigerten und 1 regenerativen Woche, wie sie in
der Sporttheorie gefordert werden, sind etwas für Profis mit voller Ausrichtung
auf den Sport und Trainingsbelastungen im Grenzbereich!

- Leistungsbezogenen Freizeitsportlern wird es nach meinen Erfahrungen durch
äußere Einflüsse wie Studium/ Beruf und Familie nicht gelingen einer idealen
Trainingskurve im Jahresverlauf mit stark differierenden Wochenstunden zu
folgen!

- Viel besser passt da ein fester Trainingsstunden-Wochenplan auf den man
viele Alltagseinflüsse im Vorhinein abstimmen kann. Überlastungen werden
dabei durch den Disziplinmix des Triathlontrainings vermieden. Bei Bedarf
kann man Entlastungswochen durch die Abänderung von GA2- Einheiten auf
GA1- Niveau einstreuen.

Ich finde diesen Ansatz sehr Interessant , da man sich ein Gerüst aus Stunden zusammenbaut, je nach Zeitbudget ( zB pro Woche 10 Stunden) und dieses jede Woche komplett ausnutzt.
Schwierig nur , da die weit verbreitete Meinung von Belastungs- und Entlastungszyklen (zB 3:1) allgegenwertig und fast in jedem Trainingsplan so angewendet wird.

Hat einer Erfahrungen mit so einem Modell ? Würde mich mal Interessieren.
Wie sieht so etwas in der Praxis aus ?
Dann werden ja eigentlich nur die Trainingsinhalte verändert, wie zB in der Vorbereitung, Grundlage und Technik , und dann zum Frühjahr hin mit vermehrten Tempo und Intervalleinheiten. Aber die Stundenzahl bleibt jede Woche gleich.
Er schreibt ja , bei Bedarf kann man GA2 in GA1 Einheiten abändern.

Vielen Dank schonmal und

Beste Grüße
JustTri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2018, 19:52   #2
Lebemann
Szenekenner
 
Registriert seit: 20.10.2012
Beiträge: 724
Manfred war mein Mentor und einer der beeindruckendsten Persönlichkeiten die ich je kennenlernen durfte. Wenn er mal ein Lob ausgesprochen hat, bin ich fast in Tränen ausgebrochen.

Könnte dir nun unzählige Geschichten von ihm erzählen. Vom harten Schleifer bis zum Ersatzvater ist alles dabei. Bei einer Sache bin ich mir allerdings sicher. Er weiß was er macht!

Unter seinen Fittichen habe ich die größten Fortschritte gemacht. Leider wohn ich mittlerweile nicht mehr in seiner Nähe.

In 8 Jahren Triathlon:

10km in 55min =>10km in 33:55min
400m Schwimmen von Null => 5:25min
20min FTP 220 Watt => 305 Watt

Erste LD in 10:05 h
Zweite: 9:45h
Dritte: 9:40h
Vierte: 9:01h

Um nur ein paar Zahlen zu nennen.
LG
Lebemann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.10.2018, 20:04   #3
Trillerpfeife
Szenekenner
 
Registriert seit: 24.01.2016
Beiträge: 2.192
Zitat:
- Leistungsbezogenen Freizeitsportlern wird es nach meinen Erfahrungen durch
äußere Einflüsse wie Studium/ Beruf und Familie nicht gelingen einer idealen
Trainingskurve im Jahresverlauf mit stark differierenden Wochenstunden zu
folgen!
ich denke das ist der entscheidende Punkt. Wir Freizeitsporter sind in der Regel nicht alleine und eben keine Profis mit grossem Zeitbudget.

Ich glaube trotz ausgetüftelter Trainingspläne ist es dem leistungsbezogenen Freizeitsporter nur mit sehr grosser Disziplin möglich einen Trainingsplan wie oben angeführt zu erfüllen.

Also ich kann Manfred Bieler nur zustimmen. Auch aus meiner eigenen Erfahrung mit meinem Training. Letzendlich haben sich feste Termine in meiner Woche eingespielt die am Besten zu Familie und Beruf passen.
Flexibilität geht nur an Feiertagen oder wenn ich Strohwittwer bin.
__________________
Zitat:
Zitat von tridinski Beitrag anzeigen
das ist ja nun totaler Käse
Trillerpfeife ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2018, 00:07   #4
anlot
Szenekenner
 
Registriert seit: 02.11.2007
Beiträge: 478
Kann man seine Trainingspläne eigentlich irgendwo kaufen? Finde dazu leider nichts aussagekräftiges.
anlot ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2018, 07:39   #5
JustTri
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 16.10.2018
Beiträge: 2
Zitat:
Zitat von Lebemann Beitrag anzeigen

In 8 Jahren Triathlon:

10km in 55min =>10km in 33:55min
400m Schwimmen von Null => 5:25min
20min FTP 220 Watt => 305 Watt

Erste LD in 10:05 h
Zweite: 9:45h
Dritte: 9:40h
Vierte: 9:01h

Um nur ein paar Zahlen zu nennen.
LG
Was für eine Leistungssteigerung, Respekt !

Hast du denn in der Zeit, nach dem oben beschriebenen Muster trainiert, also mit einer festen Wochenstundenzahl?

Ich plane grade die nächste Saison (Höhepunkt Mitteldistanz) , und da ich im Schichtdienst arbeite, wäre es wahrscheinlich einfacher sich an eine feste Stundenzahl zu halten , und Beispielsweise jede Woche 8-10 Std zu trainieren, anstatt bei einem Periodisiertem Plan in der Vorbereitung 4-6 Std und im Sommer mit spitzen bis zu 16-18 Std. zu trainieren.

Wie Trillerpfeife oben schon geschrieben hat , glaube ich auch, genau das ist auch der Punkt , den Manfred Biehler meint , mit den stark schwankenden Stundenzahlen auf das Jahr gesehen, in der Tat schwer umzusetzen, wenn man Beruf, Familie,etc. unter einen Hut bringen möchte, als Amateursportler. Lieber das ganze Jahr konstant trainieren, als mit wechselnden Stundenzahlen , wo vielleicht in den Spitzen einiges ausfällt, weil etwas dazwischen kommt.

Ich denke das ist auch damit gemeint.

Man könnte sich ja ein Grundgerüst zusammenstellen, Bsp. eine Mindeststundenzahl, die immer trainiert wird, und bei Zeitüberschuss (oder im Sommer langen Radausfahrten), kommen dann halt die Stunden als Zusatz drauf.

Dann müsste man sich nur um die Inhalte Gedanken machen, die während der verschiedenen Phasen wechseln.
JustTri ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2018, 07:48   #6
MattF
Szenekenner
 
Registriert seit: 27.04.2011
Beiträge: 5.400
Zitat:
Zitat von Trillerpfeife Beitrag anzeigen
ich denke das ist der entscheidende Punkt. Wir Freizeitsporter sind in der Regel nicht alleine und eben keine Profis mit grossem Zeitbudget.

Entlastungswochen ergeben sich auch letztlich automatisch.

Festes Grundgerüst gut, nur dann ist mal ein Feiertag wo man einen Familienausflug macht und eine Einheit wegfällt oder man ist auf Dienstreise oder Kurzurlaub oder oder

Also festes Grundgerüst und flexibel reagieren passt gut.
MattF ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2018, 08:34   #7
Chrispayne
Szenekenner
 
Registriert seit: 05.03.2014
Ort: Frankfurt
Beiträge: 226
Zitat:
Zitat von anlot Beitrag anzeigen
Kann man seine Trainingspläne eigentlich irgendwo kaufen? Finde dazu leider nichts aussagekräftiges.

Ich gehe davon aus, dass es diese nicht gibt.

Siehe auch seinen hier verlinkten Artikel in dem steht:

"Von diesen supertollen Trainingsplänen aus dem Internet sollte sich der ambitionierte
Freizeitsportler nicht hinreißen lassen. Meist helfen diese Pläne vor allem dem
Verfasser. Aus der Distanz kann kein Trainer auf der Welt einen ihm nicht sehr gut
vertrauten Athleten optimal trainieren. "

Insgesamt viele Dinge die ich gut finde und auch ähnlich praktiziere. @Lebemann, krasse Steigerung beim Schwimmen und Laufen, Hut ab!
Chrispayne ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.10.2018, 10:54   #8
Lebemann
Szenekenner
 
Registriert seit: 20.10.2012
Beiträge: 724
Ja habe nach diesem System trainiert. Hatte natürlich auch das Glück, dass Manfred häufig vor Ort war und selbst mit trainiert hat. Mittlerweile arbeite ich auch Schichten. Das Training bei mir umfasst 10-12h pro Woche, in der UWV vll auch mal 15-18h.
Ruhewochen ergeben sich, sei es aus familiären/sozialen Verpflichtungen oder weil man einfach platt ist. Da kann auch schonmal 5:1 (Be/Entlastung) oder 1:1 (Be/Entlastung) vorkommen. Vor allem wenn man letzteres weiß, kann man auch mal einen hochintensiven Block setzen, in der Folgewoche dann wirklich richtig ruhig trainieren.

In groben Zügen trainiere ich immer noch nach diesem System.

Von Manfred kann man keine Pläne kaufen. Kann ihn aber gerne mal anrufen und auftauchende fragen beantworten.
Lebemann ist offline   Mit Zitat antworten
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